Anker für Trimarane

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SPADE Anker

Ich fühle mich zwar nicht berufen, als Entdecker oder Verkünder neuer Produkte am Bootsmarkt aufzutreten, aber wenn tatsächlich ein neues und wie mir scheint wirklich erwähnenswertes auftaucht, sollte dies allen interessierten Seglern mitgeteilt werden.

In den letzten 20 Jahren bin ich viel in der Türkei gesegelt und habe dort bei den starken Fallböen des Meltemi viel über gute und schlechte Anker gelernt und fast alle Typen auf diversen Yachten ausprobieren können.


Die meisten Ankertypen waren schwer in den Grund zu graben oder hatten für die harten Anforderungen eine zu geringe Haltekraft. Somit war für mich klar, keines der Modelle kann für meinen Trimaran geeignet sein. Der Anker muss sich gut und leicht eingraben, perfekt halten und darf auf keinen Fall zu schwer sein. Mit dieser Anforderung bin ich auch einen Artikel gestoßen, der über den Spade Anker berichtet. (Du findest den Artikel am Ende des Beitrages)

Ich führe diesen Anker seit 2007 auf meinem Schiff mit und habe ihn sehr oft im Einsatz, da ich mit meinem Trimaran bevorzugt ankere. Bisher kann ich nur sehr positives über den Anker berichten, er hat sich in jedem Grund bisher schnell und sicher eingegraben und hat auch bei starken Bora Böen immer zuverlässig gehalten.

Da ich auf meinem Trimaran keine Ankerwinsch habe und den Anker immer in einem Seitenrumpf verstaue hat sich auch das geringe Gewicht als enormer Vorteil herausgestellt.

Nach meinen sehr positiven Berichten an Jens Quorning wurden auch alle Dragonfly auf diesen Ankertyp umgestellt und soweit mir bekannt, waren auch von den Kunden der Quorning Werft nur positive Rückmeldungen zu hören.
Als Hauptanker ist er meine erste Wahl!


Mehr Details zum Ankermanöver und Zubehör findest du im Artikel – Ankern auf einem Trimaran.

Folgender Bericht hat mich auf diesen Anker aufmerksam gemacht:

Ich hatte durch einen unfallbedingten zweijährigen Aufenthalt in Monastir, Tunesien die Möglichkeit, der Entwicklung eines neuen Ankers zuzusehen. Ein in der Marina Monastir lebender Franzose hatte die Idee einer völlig neuen Ankerform. Unglaublich bei diesem Anker ist die enorme Haltekraft, die der herkömmlichen am Markt erhältlichen um ein mehrfaches überlegen ist.

Seine Eingrabeeigenschaft ist selbst bei Seegras verblüffend. Er bricht auch bei krassen Zugrichtungsänderungen, wie in den Testreihen mit einem Bulldozer durchgeführt, nicht aus.

Versuche, die in der Praxis mit dem Boot nicht nachzuvollziehen sind, aber uns Segler in Ankerbuchten viel ruhiger schlafen lassen. Bei einem dieser Haltekrafttests hat ein nur 3 kg! schwerer Minianker ein 12mm Tau mit einer Bruchlast von 1200 kg siebenmal glatt abgerissen. Seine Haltekraftgrenze lag dann bei fast 1500 kg, da verbog sich der Schaft, denn dieser war aus nur 8mm starkem Stahlblech ausgeschnitten.
Bei den in den Verkauf gelangenden Modellen wird der Schaft aufwendig zu einem Profil geschweißt, dessen Querschnitt ein Trapez bildet, wodurch diese unglaubliche Festigkeit erreicht wird.

Dieser Anker wurde bei Aerospace in Frankreich, sowie von der Ingenieurschule für Technik in Monastir, getestet und erwies sich in allen Testreihen, sieben seit Jahren am Markt erhältlichen, namhaften Markenankern mehrfach überlegen, dem Bügelanker z.B. um das Doppelte, immer bezogen auf die gleiche Oberfläche, aber nur halbem! Gewicht.


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