Segelphilosophie

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„Der Weg ist das Ziel.“

In den vielen Jahren die ich nun schon segle habe ich immer wieder gemerkt, dass jeder unter einem Segelurlaub eine etwas andere Vorstellung hat. Daher möchte ich versuchen, mit den nächsten Zeilen Euch unsere Segelphilosophie etwas näher zu bringen.

Wir fahren mit der Kraft der Natur

Unser Segelboot wird durch die Kraft des Windes angetrieben und der Hilfsmotor in unserem Boot soll auch nur als Hilfe und nicht als genereller Antrieb genutzt werden.
Wir sind kein Linienschiff. Aus diesem Grund kann es sein, dass es durch Wind und Wetter zu Abweichungen von unserer Routenplanung kommt. Der Wind und das Wetter bestimmen jeden Tag auf das Neue wohin wir am schönsten segeln können. Wenn wir nicht in einer Bucht liegen, ist möglichst viel zu segeln und dabei Spaß zu haben, unser wichtigstes Anliegen.

Wir segeln ohne Termindruck

Als fixer Termin bei unserem Segeltörn gilt nur der Abfahrtstermin und der Ankunftstermin. Wir sind
so schnell wie der Wind uns vorantreibt und wir genießen schnelle rauschende Fahrten genauso wie das leise Gleiten über fast flaches Wasser. Auch hier ändern wir eher unseren Zeitplan, wenn es uns gefällt, bevor wir unter Motor das Wasser durchpflügen, nur um einen Ort zu einer bestimmten Zeit zu erreichen.

„Der Weg ist das Ziel.“

Kaum wo stimmt diese Aussage so sehr wie beim Segeln. Ein wenig soll hier, der wichtige Motor rehabilitiert werden, denn wir nützen ihn natürlich immer, wenn es unbedingt not- wendig ist oder es die gute Seemannschaft erfordert.

Sicherheit

Sicherheit steht bei guter Seemannschaft immer an erster Stelle und daher begegnen wir dem Meer jeden Tag mit Respekt und Aufmerksamkeit. Auf dem Meer gibt es nur den Weg mit der Natur und nicht gegen sie. Die Schiffe entsprechen alle den notwendigen Sicherheitsvorschriften und es befinden sich alle nötigen Rettungsmittel darauf.
Weiters ist für jedes Crewmitglied eine Haftpflichtversicherung, eine Bergeversicherung und eine Rechtsschutzversicherung zusätzlich abgeschlossen.

Baden und Kultur

Um 9 Uhr aufstehen bis 11 Uhr Frühstücken dann entspannt 6 bis 7 Stunden segeln und spätestens um 15 Uhr in einer Bucht zum Baden! Leider ist dieser Zeitplan nur ein Wunschtraum. Wir versuchen daher in diesen Punkten einen Kompromiß zu finden indem wir eher früh zu segeln beginnen, wobei sich ein Morgenbad immer ausgeht. An manchen Tagen ergeben sich kürzere Strecken und somit auch ausgedehnte Badenachmittage. An anderen Tag bleibt aber auch meist noch Zeit für einen Sprung ins Wasser. Bei kürzeren Schlägen versuchen wir natürlich auch kultu- relle Höhepunkte zu berücksichtigen.

Die Nächte

In der Nacht liegen wir fast immer in einer Bucht oder in einem Hafen, dabei versuchen wir schöne und ruhige Plätze aufzusuchen. An manchen Abenden besuchen wir natürlich auch belebte Hafenstädte, um uns unter die Einheimischen und Urlauber zu mischen, aber diese Orte stehen nicht im Vordergrund. Es kann auch vorkommen, daß wir in der Nacht über das durch den Mond glitzernde Wasser segeln. Auch das ist ein einmaliges Erlebnis.

Essen beim Segeln

Beim Segeln hat es sich bewährt ein gutes und reichhaltiges Frühstück einzunehmen und dann tagsüber nur eine Kleinigkeit zu essen. Von der „harten“ Seemannsarbeit ausgezehrt haben wir uns dann wieder ein gutes Abendessen verdient. Zum Abendessen gehen wir meistens zu einem der lokalen Gasthäuser, wo sich dann alle „Seebären“ von den Schiffen treffen und beginnen ihren Seemannsgarn zu spinnen. Wenn es einmal keinen Wirt in der Nähe gibt oder wir einmal selber kochen wollen, dann wir auf dem Schiff gekocht und gegessen.

Das Schiff

Für die Auswahl unserer Schiffe gibt es immer einige Kriterien, die uns wichtig sind und wie die Erfahrung gezeigt hat wesentlich für eine angenehmen Urlaub wesentlich sind. Keinesfalls wollen wir überfüllte Schiffe min- derer Qualität und Ausstattung, nur um den Preis der Koje möglichst nieder zu halten. Solche Lösungen lassen einen Segelurlaub schnell zum Alptraum werden. Daher sind die Schiffe immer in sehr gutem Zustand und möglichst von Charterunternehmen, die für
Ihre hohe Qualität und den guten Service bekannt sind. Das Schiff selbst wird immer nur soweit belegt, daß jeder bequem im Cockpit und am Tisch Platz findet. Auch bele- gen wir nur die „echten“ Schlafplätze in den Kabinen und lassen eher einen Platz frei. Gerade diese Kriterien tragen sehr zu einem guten und entspannten Gruppenklima bei. Zur Versicherungskaution ist zu sagen, daß kein Crewmitglied (wie sonst üblich), im Fall eines Schadens, für die Kaution am Schiff mithaftet. Auch für die nicht versicherten Ge- räte an Schiff, wie z.B. Segel und Motor haftet kein Crewmitglied (wie sonst üblich).
So, nun hoffe ich, daß Ihr Euch ein etwas besseres Bild von einem Segeltörn mit uns machen könnt. Zuletzt könnt Ihr die spannende Erfahrung, wie dieses Erlebnis für Euch ist, nur erfahren wenn Ihr einmal dabei seit!
Wenn Du noch Fragen hast, dann melde Dich einfach bei mir oder nutze unsere Törnbesprechung dafür.

Unsere Segelphilosophie„Der Weg ist das Ziel.“

 

 

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